Physik-11 im DESY: Unsere Schüler gehen unter die Erde und besuchen HERA

Die Exkursion der beiden Physikkurse aus Jahrgang 11 zum Forschungslabor DESY am letzten Dienstag begann etwas holprig, da wieder einmal der S-Bahn City-Tunnel gesperrt war. Trotzdem haben wir es geschafft, pünktlich zum einführenden Vortrag bei DESY in Bahrenfeld anzukommen. Nach 45 Minuten Zuhören ging es dann über den, für die meisten, unerwartet großen Campus zu den Experimentierhallen, wo wir echten Wissenschaftlern bei der Arbeit zusehen konnten. Als Höhepunkt sahen wir den ca. 25 m unter die Erde liegenden Tunnel in dem der, jetzt stillgelegte, Teilchen-Beschleuniger HERA zu bestaunen war. Dort wurden uns auch mithilfe von verschiedenen Teilchendetektoren noch mal die Grundlagen des Experimentierens in der Teilchenphysik anschaulich erläutert.

Am eindrucksvollsten ist dabei immer die sogenannte Funkenkammer. Teilchen, die durch Zusammenstöße von Teilchen, die von der Sonne kommen, mit Teilchen unserer Atmosphäre entstehen, durch Lichtblitze sichtbar gemacht werden. Leider ist es mir nicht gelungen, so einen Blitz mit der Kamera einzufangen (s. Foto).

Es war beeindruckend zu sehen, wie groß das Forschungslabor ist, wie viele Forscher (und nicht nur Physiker!) aus der ganzen Welt hier arbeiten, und mit wie vielen unterschiedlichen Forschungsgebiete sie sich beschäftigen, auch wenn natürlich bei der Vielzahl der Informationen nicht alles hängen bleiben wird. Und es war besonders schön, dass ich den Schülerinnen und Schülern noch Geräte zeigen und erklären konnte, an denen ich selbst vor 20 Jahren gearbeitet habe.

(Rdl)

Poppenbüttler Schüler mit Prof. Louis auf einer kurzen Reise zum Urknall

MINT-Tag 2018 an der Stadtteilschule Poppenbüttel

Unser Universum dehnt sich aus, aber kann man das auch beweisen? Wie muss man sich den Urknall vorstellen? Welche Elementarteilchen gibt es und was sind nach dem aktuellen Stand der Forschung die kleinsten Teilchen? Unser Universum ist endlich, aber wie muss man sich das vorstellen? Was versteht man unter einem parallelen Universum? Welche wissenschaftlichen Fragen werden aktuell im DESY und im CERN bearbeitet?

Im Rahmen des diesjährigen MINT-Tages zur Förderung des Unterrichts in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) konnten wir den Physiker Herrn Prof. Dr. Jan Louis für drei Vorträge am letzten Donnerstag in unserer Schule gewinnen. Herr Prof. Dr. Jan Louis forscht und lehrt am Institut für theoretische Physik auf dem Campus Bahrenfeld am DESY (Deutsches Elektronen Synchroton), er führt das Exzellenz Cluster „Quantenphysik“ und er ist Vizepräsident der Universität Hamburg und Förderer der Initiativen „Wissen vom Fass“ und „Wir wollen’s wissen“.

In drei Vorträgen vor Schülern der 9a und des Chemie-9-WP-Kurses, vor Physik-Schülern der 11. Klassen sowie vor Physik- und Chemie-Schülern der Jahrgänge 12 und 13 wies er mit Hilfe des Dopplereffektes und der Rotverschiebung die aktuelle Ausdehnung des Universums nach, begründete die Entwicklung des Universums in die Vergangenheit bis zum Urknall und insbesondere in den Bruchteilen einer Sekunde nach dem Urknall, zeigte die kleinsten Strukturen über das Atom und das Elektron über die Quarks bis hin zu den Strings aus der aktuellen String-Theorie auf. Herrn Prof. Louis ist es gelungen, auch anspruchsvolle physikalische Theorien und aktuelle Forschungsergebnisse aus dem LHC Large Hadron Collider am CERN in Genf allgemeinverständlich den Schülern vorzutragen.
Alle Schüler sind konzentriert und aufmerksam dieser Reise durch das Universum zurück in die Vergangenheit bis hin zum Urknall gefolgt und insbesondere die Neuntklässler löcherten ihn mit anspruchsvollen Fragen. Das war eine insgesamt sehr gelungene Veranstaltung, auch wenn wir immer noch Schwierigkeiten haben, uns ein Raum-Zeit-Kontinuum vorzustellen …

(Norbert Finck)

Wir sind wieder MINT-freundliche Schule

… und Wolfram Keil entzündet die Flamme des Wissens !

Nach unserer Auszeichnung für die Jahre 2014-2017 ist unsere Schule für unsere vielfältigen Aktivitäten
in den Bereichen Mathematik – Informatik – Naturwissenschaften – Technik MINT für die Jahre 2017-2020
wieder als MINT-freundlcihe Schule ausgezeichnet worden. An der Auszeichnungsveranstaltung nahmen
Wolfram Keil, Petra Nelke, Jessica Abels (10c), Paniz Parsivand (9b) und Jule Busch (9b) teil. Dabei
mussten Paniz und Jule dem Vertreter von Nordmetall erst einmal erläutern, dass es nicht nur Gymnasien
mit MINT-Aktivitäten gibt, sondern auch … .

(Nel, Kei, FN)

Mädchen und Naturwissenschaften an der Stadtteilschule Poppenbüttel

Das MiNT für Mädchen an der STS Poppenbüttel-Projekt

Besuch bei KHS-Corpoplast am 26. 05.2016
KHS Corpoplast
Die Firma KHS Corpoplast haben uns Auszubildende gezeigt. Als erstes haben wir eine Präsentation über die Firma gesehen. Sie baut Maschinen zur Herstellung von PET-Flaschen her. Wir haben gelernt, wie man die Flaschen herstellt. Dann haben sie uns herumgeführt und wir durften selbst Plastikrohlinge, aus denen die Flaschen gemacht werden, verbiegen.

Das war sehr cool und wir durften es mitnehmen. Auch eine grüne Schweinchenflasche haben wir bekommen. Am Ende bekamen wir auch ein Mittagessen. Zum Schluss gab es ein Quiz und ein Gruppenfoto.
Schkurte, 8. Klasse
(Nel)

MINT für Mädchen

Mädchen und Naturwissenschaften

Seit Jahren gibt es bundesweit Bemühungen die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaften-Technik) im Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu stärken und vermehrt wirkliches Interesse zu wecken. Ein besonderer Augenmerk liegt dabei auf den Mädchen. Leider sind die Angebote meist auf die Oberstufe bzw. Gymnasien zugeschnitten. Es sollen Mädchen dazu gebracht werden, Oberstufenprofile im MINT-Bereich anzuwählen und später ein derartiges Studium aufzunehmen.

Warum soll es nur Angebote ausschließlich mit Blick auf die Oberstufe geben? An unserer Schule gibt es in jedem Jahrgang Schülerinnen, die sich für alle NaWi-Fächer interessieren und nicht ausschließlich für die Biologie. Wie kann diesen Mädchen diese Welt näher gebracht werden? Deshalb ist jetzt bei uns eine Mädchengruppe im Aufbau, beginnend mit dem 8. Jahrgang. Im zweiten Halbjahr, so die Planung, wollen wir unsere Idee den Mädchen der 7. Klassen vorstellen.

Was machen wir in diesem Projekt?

Die interessierten Schülerinnen werden zunächst ca. 4 bis 5 außerschulische Termine im Schuljahr haben, an denen wir dann besondere Angebote an Universitäten, Firmen etc. wahrnehmen. Das kann sein: das Robolab an der TU Harburg, die Sternwarte Bergedorf, bei DESY, bei den Restauratoren im Staatsarchiv, eine Frauen-KFZ-Werkstatt, die Physik- und Chemieinstitute an der Uni Hamburg, die Firmen Brillux und Aurubis, Technikbereich im Theater… Einige Kontakte sind bereits geknüpft, viele Ideen gibt es.

Mit viel Herzklopfen warteten wir gespannt, wie viele Schülerinnen der 8. Klassen sich für dieses Projekt neu anmelden würden. Es ist die Hälfte aller Achtklässlerinnen!!! Wow!

Das erste Event fand bereits Anfang September statt, noch vor dem Kennlerntreffen. Die physikalische Forschungsanstalt DESY rief interessierte Achtklässlerinnen zum Experimentieren auf. Und ein knappes Dutzend machte sich auf den langen Weg nach Bahrenfeld. Neben einer Geländeführung wurden im Schüler(innen)labor Schokoküsse zum Platzen gebracht.

mint-pinkDie nächste Exkursion ging Anfang November nach Billbrook zur Firma Brillux, die Farben und Baustoffe herstellt. Und alle, wirklich alle waren dabei.

Wir wurden richtig nett empfangen, lernten etwas über Ausbildungsberufe in der Firma kennen, die Firma selbst, machten natürlich einen Rundgang und durften sogar selbst mit den Farben experimentieren. Die Ergebnisse hängen vielleicht bald in der Schule.

An dieser Stelle auch vielen Dank an die zwei Brillux-Mitarbeiter, Frau Rehbein und Herr Martin, die sich mit dieser riesengroßen Mädchengruppe viel Mühe gegeben haben.

War am Anfang noch etwas Unruhe, kamen im Laufe des Tages ganz viele interessierte Nachfragen. Uns wurde zum Beispiel das Farbmischgerät ganz genau erklärt.

Es war ein erfahrungsreicher Tag, der allen sehr gefallen hat.

Wir durften auch selbst aktiv werden.

Wir durften auch selbst aktiv werden.
Wir durften auch selbst aktiv werden.
 Die MINT-Projektgruppe an der Stadtteilschule Poppenbüttel

Die MINT-Projektgruppe an der Stadtteilschule Poppenbüttel