Besuch in der JVA Fuhlsbüttel
Dank des Vereins „Gefangene helfen Jugendlichen e. V.“ hatten einige unserer Schüler die besondere Möglichkeit, die JVA Fuhlsbüttel zu besuchen und einen Einblick in den Alltag und das Leben im Gefängnis zu erhalten.
Vor Ort bekamen die Jugendlichen nicht nur einen Eindruck von den Räumlichkeiten und dem Gefängnisalltag, sondern kamen auch mit Inhaftierten und ehemals Inhaftierten ins Gespräch. Dabei ging es um persönliche Lebensgeschichten, Straftaten und deren Folgen. Aber auch um Familie, Verantwortung, Entscheidungen und die Frage, welche Konsequenzen das eigene Handeln haben kann.

Besonders eindrücklich war für die Schüler die Möglichkeit, für kurze Zeit selbst in einer Zelle zu sein. Wie intensiv dieser Moment und die Gespräche während des Besuchs wahrgenommen wurden, zeigen ihre Rückmeldungen:
„Ein Tipp: Denkt erst nach – handelt dann.“
„Die Gespräche mit den Inhaftierten waren sehr interessant.“
„Ich war schockiert, dass es Menschen gibt, die sieben Millionen Euro Schulden beim Staat haben können.“
„Ich war erstaunt, wie viele Jahre man für einige Straftaten bekommt.“
„Wir wurden für eine kurze Zeit in eine Zelle eingeschlossen. Wir fühlten uns klein, entmutigt und erdrückt. In dieser Zeit waren wir sehr nachdenklich.“
„Ein Gefangener sieht seine Familie und seine Kinder weniger als 24 Stunden im Jahr.“
„Der Knast verändert einen – man sieht den Schmerz in den Augen.“
„Jede Handlung hat ihre Konsequenzen.“
Der Besuch hat viele unterschiedliche Eindrücke hinterlassen und vor allem zum Nachdenken angeregt. Die direkten Begegnungen ermöglichten den Jugendlichen, sich mit den Folgen von Entscheidungen und Straftaten auseinanderzusetzen und gleichzeitig die Menschen hinter den Geschichten wahrzunehmen.
Wir bedanken uns bei Gefangene helfen Jugendlichen e. V. und allen Beteiligten für diesen eindrucksvollen und besonderen Tag.
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Lena Klawohn

